Seeadler, Kaiseradler und Schreiadler im Freiwald
1. Juli 2026
Die aktuellen Beobachtungen unterstreichen die hohe naturschutzfachliche Bedeutung der großflächigen Waldgebiete im Raum Sandl-Freiwald. Für mehrere seltene und europaweit geschützte Adlerarten liegen neue Nachweise vor, die auf eine regelmäßige Nutzung des Gebietes hindeuten.
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(Quelle: ©Gerhard Rotheneder)
Die großflächigen Waldgebiete des Freiwaldes im Raum Sandl gewinnen durch aktuelle ornithologische Beobachtungen zunehmend an naturschutzfachlicher Bedeutung. Neue Nachweise von Seeadler, Kaiseradler und Schreiadler zeigen, dass das Gebiet von mehreren seltenen und europaweit geschützten Adlerarten regelmäßig genutzt wird.
Für den Seeadler liegen Beobachtungen von Paaren mit Revierverhalten sowie Nachweise von Jungvögeln aus den vergangenen Jahren vor. Die Beobachtung zweier adulter Vögel Ende Februar 2026 bestätigt die Bedeutung des Gebietes als Revierzentrum.
Beim Kaiseradler deuten aktuelle Beobachtungen darauf hin, dass der Frei- und Weinsbergerwald zunehmend in den Aktionsraum der Art einbezogen wird. Die Sichtung eines Altvogels im Raum Sandl während der Vorbrutzeit sowie weitere Nachweise aus dem österreichisch-tschechischen Grenzraum lassen eine zukünftige Besiedlung des Gebietes nicht ausschließen. Die Art befindet sich derzeit sowohl in Österreich als auch in Tschechien in Ausbreitung.
Besonders bemerkenswert sind die neuen Erkenntnisse zum Schreiadler. Ein dokumentierter Balzflug im April 2026 stellt einen deutlichen Hinweis auf Revierverhalten dar und spricht dafür, dass Brutzeitbeobachtungen in der Region nicht ausschließlich als Durchzugsereignisse zu interpretieren sind. Die großflächigen Wälder und Feuchtgebiete des Freiwaldes bieten für die Art grundsätzlich geeignete Habitatbedingungen.
Insgesamt verdeutlichen die vorliegenden Beobachtungen die hohe Bedeutung des Freiwaldes als Lebensraum und potenzieller Reproduktionsraum für seltene Greifvogelarten. Die Nachweise ergänzen das bestehende Wissen über die Vogelwelt der Region und unterstreichen den besonderen naturschutzfachlichen Wert dieses grenzüberschreitenden Waldgebietes.